Gästebuch
Erwin Jürgensen Mo, 13.02.2012 11:11 Uhr
"Tasso" - eine sehenswerte Aufführung
Dem Bremer Schauspiel gelingt der Klassiker "Tasso" als modernes Theater. Kein Blick in eine angestaubte Goethe-Zeit, sondern ein Schlaglicht auf unsere eigene Welt: Poppige Kleider und erotische Beziehungen, hohler Starkult und fadenscheiniger Glamour, durchsichtiger Kampf um Anerkennung und das trostlose Versinken im Selbstbetrug. Lauter Verpackungen, in denen wahre Gefühle und Sehnsüchte auf der Strecke bleiben. Menschen, die Gefangene ihrer selbst sind, in einem gläsernen Käfig, der in der Mitte der Bühne über ihren Köpfen schwebt.
Stimmige Symbole in aussagekräftigen Bildern, in denen Ton und Geste überzeugen, ob süffisant und zynisch oder verzweifelt und anrührend.
Glückwünsche an die Regisseurin Nora Somaini und ihr großartiges Ensemble.
Dorothea R. Mo, 13.02.2012 08:08 Uhr
alt arm arbeitslos - Die Bremer Stadtmusikanten
Von allen drei a-Adjektiven bin ich zwar glücklicherweise (noch) entfernt, aber trotzdem hat mich das Stück erreicht und berührt. Großartig die Eröffnungsszene mit der pantomimischen Umsetzung des Großbüroalltags. Großartig ebenfalls die größtenteils chorisch gesprochene, absolut synchron und gut verständliche Geschichte der Bremer Stadtmusikanten. Was für eine Leistung für größtenteils ungeschulte Stimmen! Nur die Schlußszene, von der Stimmung her sehr eindrucksvoll als Schattentheater inszeniert, hat sich mir vom Sinn her nicht erschlossen. Vielleicht muss ich mir das Stück noch einmal anschauen.
Michael L. Mi, 04.01.2012 13:01 Uhr
Ist eine Application/App "Theater Bremen" für Smartphones in nächster Zeit gepannt? Wäre sehr praktisch...
Michael L. Mi, 04.01.2012 13:01 Uhr
Glückwunsch zur gelungenen Sylvesterparty. Wir haben im Theater Bremen einen schönen Silvesterabend/Neujahrsnacht verbracht und tanzten zum ersten Mal auch auf der Bühne. Das Feuerwerk und der Walzer auf dem Theatervorplatz hat schon immer Kultstatus. Bis zum nächsten Mal...:-)
Astrid F. Di, 03.01.2012 10:10 Uhr
Silvester haben wir uns "Mein Freund Harvey" angeschaut. Wir waren ABSOLUT begeistert. Die Schauspieler hatten scheinbar richtig Spaß am Spiel. So rutscht man gern ins Neue Jahr.
Wir wünschen allen Mitwirkenden alles Gute für 2012 und stehts ein volles Haus!
Rolf Siemon Do, 22.12.2011 14:02 Uhr
Ihr Tanzstück "Herzrasen", was wir gestern i Schauspielhaus sehen konnten, war richtig Klasse. Vor allen die tänzerische Leistungen der 18 Darstellern war von einem erstaunlich hohem Niveau. Weiter so...
Michael L. So, 27.11.2011 12:12 Uhr
Die Zauberflöte von Wolgang Amadeus Mozart;
Tolles, kunterbuntes Bühnenbild mit ebenso tollen Schauspielern, die den Zuschauer mit ihrem Gesang in eine fazinierende Märchenwelt entführen.
KLASSE :-)
Erwin Jürgensen So, 09.10.2011 17:05 Uhr
Zu Samuel Becketts "Endspiel" im Schauspielhaus
Nun, liebe Theaterfreunde, legt die Zeitung mit der falschen Kritik zur Seite und macht euch selbst ein Bild. Die Aufführung von Becketts "Endspiel" im Schauspielhaus lohnt sich. Frank-Patrick Steckel inszeniert nicht den Buchstaben des Werks,sondern -
mit gekonnten Streichungen - dessen Geist. In einem Bühnenbild, das die Welt als marode Zirkusarena zeigt, in der wir sinnlos in die Runde gehen, ohne voranzukommen.
Großartig ist die Schauspielkunst der beiden Darsteller Gerhard Palder und Jan Byl. Hier stimmt alles: Jede Körperhaltung, jede Mimik und jede Gestik. Die Augen stieren ins Leere,die Mundwinkel hängen, und die offenen Münder sind von Zynismen entstellt. Zugleich erreichen sie eine Kultur des Sprechens, dass es eine Freude ist, ihnen zuzuhören. Trotz oder gerade wegen der bitterbösen Reden, die haarscharf auf den Punkt interpretiert werden.
Was bei Beckett schon reduziert ist, wird bei Steckel noch weiter verkürzt. Bei Beckett sitzt der alte Hamm noch in einem Rollstuhl, den man hin- und herschieben kann. Bei Steckel ist daraus ein Behandlungsstuhl geworden, der sich nur drehen, in der Höhe verstellen und kippen lässt. Von der Bewegung ist nur noch der Schein einer Bewegung geblieben,in dem selbst der Aufprall auf die Wand nur noch in der Fantasie vorkommt. Ein Fußtritt genügt, die Täuschung zu beflügeln. Was bei Beckett real ist, wird bei Steckel fiktiv, sodass die Absurdität der Handlung noch verdichtet wird.
Steckel geht über Beckett hinaus. In seiner Bremer Aufführung sind die alten Eltern schon gestorben, die ursprünglich - folgt man der Originalfassung - noch gelebt haben. Hier müssen sie nur noch "entsorgt" werden. Clov stellt den "Menschenmüll" an die Straße, und Hamm leitet die nächste Phase der Entrümpelung ein, die Entsorgung der Erinnerungen. Zum letzen Mal wird ein Videofilm über das Leben der Eltern gezeigt, bevor sie vergessen sein werden. Schon die Machart des Films verdeutlicht deren Austreibung aus dem Gedächtnis. Zunächst Bilder in Farbe,sodann in Schwarz-Weiß, bis sie in einem trostlosen Grau verflimmern.
Alle Szenen zeichnen sich durch eine große dramaturgische Detailgenauigkeit aus. Als die Erinnerung an die Eltern erstirbt, wird deren Bild mit dem Gesicht zur Wand gedreht. Als sich die Menschen in ihren Absurditäten verfangen, verstrickt sich Clov in den Schläuchen,die der "Entwässerung" seines Herrn dienen. Da klar ist, dass wir durch Fenster nur die andere Hölle zu sehen bekämen, die da draußen ist, lässt der Regisseur die im Werk noch vorgesehenen Fenster weg. Während Beckett wegen der besseren Sichthöhe noch eine Leiter braucht, hat sie bei Steckel ihren Wert verloren. Ob wir hoch oder niedrig stehen,unser Blick fällt auf die gleiche absurde Welt, die wir ohnehin kennen. Weder die Dinge noch die Sprache haben eine Bedeutung. Die Leiter kann umgestoßen und entsorgt werden,und jedes Wort bleibt unverstanden.
Dann ein Überraschungsmoment: Clov hebt Hamm aus seinem Stuhl, vielleicht in der Absicht, ihm doch den Liebesdienst zu erweisen, ihn zur letzten Ruhe zu betten. Obwohl gerade die Idee, dem anderen einen Satz aus seinem Herzen zu sagen,verworfen worden war. Doch der Schein einer menschlichen Zuwendung trügt. Es siegt die Kälte. Clov verbannt seinen Herrn aus der Mitte an den Rand, setzt sich selbst auf dessen Stuhl und vermittelt uns die schreckliche Gewissheit, dass sich die Absurdität fortsetzen wird. Über alle Generationen hinweg.
Wer das Stück für verstaubt gehalten hat, wird in der Bremer Inszenierung eines Besseren belehrt. Es ist aktueller denn je - in einer Welt, die mit all ihren Absurditäten auf den Abgrund zurast.
Alle Beteiligten haben Anerkennung und Dank verdient. Bravo.
Frank Landwehr Fr, 07.10.2011 12:12 Uhr
Vielen Dank für einen gelungenen Tagesabschluss meines Besuches in Bremen. Die gestrige Nibelungen Vorstellung war innovativ zeitgemäß umgesetzt und es machte Freude dem bunten Reigen zuzuschauen. Besonders gefallen hat uns das trashige Spiel von Timo Lampka alias Siegfried.
Ich frage mich nur, warum die Kritiker der Stadt moderne Inszenierungen des Öfteren ins schlechte Licht rücken müssen. Dies stelle ich als Außenstehender der Bremer Kulturlandschaft schon seit Jahren fest. Die Hansestadt hat so viel kulturelles zu bieten und wird leider all zu oft madig geschrieben. Es war weder zu laut, noch zu leise und die beschriebenen 30 Minuten (?) im Technogewand waren weder übertrieben unnötig, noch langweilig. Zahlreiche Gäste tanzten auf der Bühne oder im Saal mit.
Liebes Ensemble rund um Herr Hebbel kommen sie gerne nach Hamburg und präsentieren das Nibelungen-Event hier. Ich bin mir mehr als sicher es wird ein voller Erfolg. Zumindest werden wir erneut einer Vorstellung unsere Aufwartung machen :o)
Schöne Grüße aus Hamburg - Frank
Waltraud Helmers Sa, 04.06.2011 14:02 Uhr
Ich war begeistert von der Kryos-Aufführung am 1.6., und zwar sowohl von dem Stück an sich als auch von den großartigen künstlerischen Leistungen der Beteiligten (Orchester nebst Dirigent, Solisten und insbesondere Chor). Gern würde ich mir alles noch einmal ansehen und -hören - mit etwas zeitlichem Abstand.
Zu meinem großen Bedauern musste ich dem Heft für die nächste Spielzeit entnehmen, dass diese Oper nicht zur Wiederaufnahme vorgesehen ist. (?)
Ich kann nicht verstehen, dass ein so tolles Stück, das mit so viel Aufwand inszeniert wurde, nach so wenigen Vorstellungen schon wieder abgesetzt wird. Lässt sich daran noch etwas ändern?????????
Jan So, 29.05.2011 19:07 Uhr
Dies ist ein Dickes DANKESCHÖN an Simon Zigha und an das Team vom Moks Theater.Es war großartig mit Leif,Jacob und Simon.
Ich freue mich auf das nächste Mal.
L.G. Jan;)
Anke Di, 24.05.2011 23:11 Uhr
Ich habe heute Abend eine tolle Nibelungen-Vorstellung gesehen. Es macht immer wieder Spass zu sehen, mit wieviel Freude und Leidenschaft es auf der Bühne zugeht. Besonders Varia Sjöström, Susanne Schrader und Christoph Rinke waren genial.
Fabian Fr, 20.05.2011 22:10 Uhr
Bitte einmal ein großes, großes Lob an Johanna Geißler, deren Schauspielkunst ich heute bei "Glaube Liebe Hoffnung" bewundern durfte - absolut genial, generell eine tolle Inszenierung. Ich freue mich auf "Ulrike Maria Stuart"!
Michael Müller Fr, 22.04.2011 22:10 Uhr
Ein Nachtrag zur Bremer Inszenierung des „Vetters aus Dingsda“: In Berlin gibt’s das auch an der Komischen Oper in der Behrensstraße, immerhin. Auch dort modernisiert Regisseurin Cordula Däuper das Stück – hier wie dort geht es um Fluchten und die Pubertät Julias – aber welch Unterschied in der Umsetzung!!
Zunächst die Musik: Die Reduktion in Bremen bekommt dem Stück sehr. In Berlin gibt es den satten Operettenklang der 50ger Jahre von 40 Orchestermusikern und die Sänger haben große Mühe, über den breiten Graben zu kommen. Das geht sehr zu Lasten der Textverständlichkeit, doch auch in den Sprechszenen lässt diese zu wünschen übrig. Wo man sich in Bremen an jedem Wort freut, muss man in Berlin der Textanlage in den Vordersitzen vertrauen. Die Sänger singen ihre Partien in Berlin akzeptabel, aber man setzt auf das Opern-Ensemble (und besetzt den Onkel Josse gar mit einem Tenor), einzig Annelie Sophie Müller kann mit ihrem vollen Mezzo-Hannchen punkten. Christoph Späth ist mit dem Fremden um vieles zu alt für die Rolle und sein etwas angestrengter Tenor, der stets die Arbeit hören lässt, hat lange nicht den Charme, den in Bremen Alen Hodzovic der Rolle verleiht.
Das ginge alles noch so hin, wenn nicht die gleichen Ansätze so verschieden ausgeführt würden: Auch in Berlin setzt man wie in Bremen auf Gags und zuweilen laute Komik, doch wenn in Bremen jeder Gag, jede Geste, jeder Auftritt immer motiviert sind, dient die Komik-Maschinerie in Berlin nur dazu, die Momente im Stück zu überdecken, mit denen die Regie nichts anfangen konnte. Und das ist sehr schade. Offensichtlich wurde der Tragfähigkeit des Stücks und der Operette an sich nicht getraut:
Die Gegenwart in Bremen bietet Platz für eine schlüssige Interpretation des Verhaltens von Onkel und Tante; Julia und Hannchen sind Freaks, die sich in den Zwanziger Jahren ergehen und damit spielen, die Dienerschaft erfüllt ihren Zweck, ohne Selbstzweck zu sein. Dem Fremden glaubt man die Verwirrung, in der er sich befindet und die er meistern muss – es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen. In Berlin hingegen spielt alles im Garten, eingefasst von Taxus-Bäumchen, so dass es keine Auf- und Abgangsmöglichkeiten gibt, so dass alle mit den Versenkungen verschwinden oder wieder auftauchen. Das ist zwei-, dreimal lustig, dann nervig, weil auch absolut unlogisch. Julia haust auf einem palmengedeckten Hochsitz, das Personal hat Küchentisch und –stühle nach draußen verlegt. Einzig der Fremde kommt durch die Taxus-Hecke „von außen“ (aha!) und muss nach dem Aufstehen morgens schon mal in eine Schüssel pinkeln, weil sich sein „Hallo“ ja auch auf „Ein Klo“ reimt – das ist natürlich wahnsinnig witzig (wenn man sich im Grundschulalter befindet). Julia und Hannchen in Bremen zelebrieren ihre Roaring-Twenties – und das ist immer motiviert und schlüssig, dabei überdreht und komsich – in Berlin sehen sich Hannchen und Julia beständig Bollywood-Filme auf einer riesigen Projektionsfläche an. Auch das ist beim ersten Mal komisch, beim vierten Mal fragt man sich, was das wohl mit Künnecke zu tun hat. Ach ja! Batavia ist ja bei Indien um die Ecke, darum muss das Personal dann auch Saris tragen und merkwürdige Masken, was sie klaglos mitmachen, nein, selbst machen. Warum? Man weiß es nicht. Überhaupt das Personal: In Berlin sind es ein Mann und eine Frau, augenscheinlich Verwandte der Addams-Family, die beständig für Gags als Nebenschauplätze herhalten müssen, so dass man abgelenkt ist, weil ja gleich wieder was kommen könnte (kommt dann aber nicht). Eingebunden in die Handlung sind sie von der Inszenierung nicht – auch anders als in Bremen, wo sie teilhaben an der Sache. Und wenn Julia ihr „Strahlender Mond“ singt, dann wedeln sie mit Palmen, die auch noch in der zweiten Strophe leuchten – man vergisst ganz, dass da jemand singt und schon gleich gar, was.
In Bremen wird diese schöne Arie nachgerade zelebriert – wie auch später der „Wandergesell“, den man nirgend so gut hört wie von Alen Hodzovic.
Schlimmster Einfall: Egon von Wildenhagen kommt im Rollstuhl die Versenkung hochgefahren, nur damit die beiden Mädel mit ihm auf der Bühne herumfahren können. Auch er übrigens viel zu alt für die Rolle. Das ist hart an der Grenze der Geschmacklosigkeit.
Fazit: In Bremen nimmt man die ganze Sache ernst und unterhält dabei brillant und auf höchstem Niveau – in Berlin spielt man halt den „Vetter“ auf modern, ohne sich wirkliche Gedanken gemacht zu haben, wie das Ganze wirkt. Ich erlaubte mir, in der Pause die Umsitzenden nach Bremen einzuladen, damit sie sehen, wie der „Vetter“ richtig geht – und erntete tödliche Blicke. Es war dieselbe Arroganz, die auch von der Bühne herunterwehte: Ist ja nur der „Vetter aus Dingsda“.
Bremen kann froh sein, diese Inszenierung zu haben und dieses Ensemble zu haben – und das Ensemble kann froh sein, nicht an der Komischen Oper in jener Inszenierung agieren zu müssen.
Michael L. Mo, 28.03.2011 12:12 Uhr
"Medienkunst trifft Mozartoper", so steht es in Programm zu Mozarts Oper IDOMENEO. Ich kann das nur bestätigen, Die Bremer Oper bewegt sich mit dieser Inzenierung auf ganz neuen "Bühnenboden". Die gestrige Premiere ist gelungen, das Bühnenbild mit den neuen Videodesigns bewegt den Zuschauer in einer neue dreidimensionale Welt, Mozarts Ansätze zu dieser Oper kommen aber nie zu kurz. Mein Fazit: Eine super Inzenierung und sehr Empfehlenswert, Bestnote für die Hauptdarsteller.
Erwin Jürgensen Fr, 25.03.2011 17:05 Uhr
Zur Inszenierung der Oper "Madama Butterfly"
Die Butterfly-Produktion des Bremer Theaters ist meines Erachtens ein gelungenes Beispiel des modernen Regietheaters. Die Regisseurin Lydia Steier hat das Werk darauf abgeklopft, was es zur Erhellung unserer modernen Lebenswelt beitragen kann, und ist auf überraschende Weise fündig geworden:
Die in der Originalhandlung angelegten Rollenmuster sind verfallen. Denn welcher aufgeschlossene Theaterbesucher wollte ernsthaft ein Frauenbvild bewahren, das der Frau - in der Abhängigkeit vom Mann - eine Opferrolle zuschreibt, an der sie psychisch zerbrechen muss, und wer ist mit einem Männerbild einverstanden, in dem Männer Gefühle schamlos instrumentalisieren?
Angesichts dieser Erkenntnisse kann die Regisseurin "Madama Butterfly" nicht vom Blatt spielen, wenn sie nicht museales Theater machen will. Stattdessen entwirft sie großartige heutige Lebensbilder, in denen die Butterfly als eine tatkräftige Frau erscheint, die als Künstlerin erfolgreich ist und eine eigene Identität hat. Fernab von der Gefahr, das Anhängsel des Mannes zu sein. Die Bremer Aufführung macht deutlich, dass ihr berufliches und menschliches Scheitern Umständen geschuldet ist, die nicht nur ihrem persönlichen Einfluss unterliegen. Wenn die Wirtschaft einbricht, kann auch Butterfly ihr kleines Theater nicht halten, und wenn Geldsorgen aufkommen, fallen Menschen voneinander ab, die sich für Freunde gehalten haben. Dieser Lauf der Welt ist im Puccini-Original nicht einmal angedeutet. Theater des schönen Scheins.
Umso mehr ist die künstlerische Leistung der Regisseurin hervorzuheben, dass es ihr gelingt, den Zuschauer auf Hintergründe aufmerksam zu machen. Theater der erhellenden Wahrhaftigkeit. Eine Schule des Sehens.
Wenn am Ende der Aufführung scheinbar die Musik und die Bühnenhandlung auseinander fallen - umso besser: Butterfly singt noch von ihrer Liebe, die längst an der Realtät zerbrochen ist. Kein Regiefehler, sondern ein gewollter Kontrast, der den Zuschauer an die eigene Utopie erinnert, selbst mit der Sehnsucht nach einer Welt der Liebe und des Vertrauens unterwegs zu sein.
Szenisch und musikalisch großartig umgesetzt.
Im Publikum manche Irritation. Der eine geht ins Theater und möchte vor Überraschungen sicher sein, und der andere freut sich über ein Theater, das voller Überraschungen ist. Wie die Bremer Aufführung, in der die Regisseurin aus der "Butterfly" ein spannendes Musiktheater macht.
Ich bin sehr angetan und danke herzlich.
Erwin Jürgensen
Rainer Jacob Di, 22.03.2011 21:09 Uhr
Vorab: Musikalisch und gesanglich war Butterfly hervorragend. Dabei möchte ich ausdrücklich auch Hye Won Nam als Cio-Cio-San einschließen. Aber:
Modernisieren von Opern kann ein Weg sein, um jüngeres Publikum für das Theater zu interessieren. Moderne Bühnenbilder und Kostüme, Auflockerungen des Ablaufs (Beispiel: Wiederaufnahme von Don Giovanni) oder ganz neue Konzepte (Beispiel: Hagels Titus im Bode-Museum) können dabei helfen. Allerdings gibt es aus meiner Sicht dabei Grenzen und diese wurden bei Butterfly überschritten.
Das Libretto basiert bei den meisten „großen“ Opern auf einfache nachvollziehbare Geschichten deren Ablauf musikalisch dargestellt wird. Gut gespielt und gesungen begreift man diese Opern, auch ohne den Inhalt genau zu kennen.
Bei dieser Inszenierung weiß ich (trotz Einführung) bis heute nicht worum es eigentlich ging. Musik und Handlung waren aus meiner Sicht keine Einheit.
Aus Gesprächen bzw. Gesprächsfetzen habe ich entnommen, dass ich nicht der Einzige mit dieser Einschätzung bin.
Das ich das Libretto teilweise kenne, kam noch erschwerend dazu.
Ich meine, dass die Gefahr besteht, dass man das Stammpublikum vertreibt, ohne neues zu gewinnen.
Zumindest sollte man darüber nachdenken die Leute besser vorzuwarnen. Weder durch das Internet, noch durch die Monatsprogramme kann man erfahren, was einen erwartet. Nicht jeder liest die Langkritiken z.B. im Weser Kurier. Man könnte ja „frei“ nach Puccini schreiben oder es als Opernprojekt titulieren. Das gilt übrigens auch für modernisierte klassische Schauspiele.
Ich habe mich -in der Pause einer MET-Übertragung im Kino- mit zwei Frauen unterhalten, die sagten, dass sie Opern heute lieber im Kino ansehen: „Da ist man vor Überraschungen sicher“
Herwig Erb So, 13.03.2011 16:04 Uhr
Als uralter Verehrer von Frau Ks. Eva Gilhofer sende ich meine Glückwünsche und Alles Liebe!
Robert Kock Fr, 11.03.2011 12:12 Uhr
Die Mitgehzentrale ist eine großartige Idee. Diesem sollten sich andere Theater anschließen.
dr moosmüller Mo, 07.03.2011 00:12 Uhr
liebes theater bremen team!
definitiv teile ich die meinung meiner betagten sitznachbarin nicht, die bereits beim ersten vorhang der heutigen "butterfly" flüsterte: "scheiss inszenierung".... gewöhnungsbedürftig ja, nicht leicht zu verstehen - durchaus, aber ein einfallsreiches bühnenbild, tolle musik, ein engagiertes orchester und ein sehr gutes sängerensemble. v.a. butterfly, suzuki sharpless verdienen einen besonderen applaus.
auf ein baldiges
Michael Müller So, 06.03.2011 23:11 Uhr
Es gibt hier im Gästebuch eine Besprechung zum "Vetter aus Dingsda", die ich keinesfalls teilen kann:
Regie und Dramaturgie haben sich hier m. E. sehr klug und absolut gelungen überlegt, wie man diesen Stück für die Gegenwart retten kann. Dabei konstatiert der Schreiber sehr wohl, dass sich Julia (und auch Hannchen) in eine Traumwelt (die der Zwanziger Jahre) flüchten. Onkel und Tante haben das Kapital "vernichtet", so dass keine Mittel mehr für die Renovierung des baufälligen Hauses (Kompliment ans Bühnenbild) zur Verfügung stehen- und sind folgerichtig als Alt-Achtundsechziger karikiert. Wenn dann der Fremde eintrifft, lässt er sich ein auf das Traumspiel und gelangt auf diese Weise zum Ziel - so ist es auch in der Operette angelegt. Die Musik persifliert an diesen Stellen die Große Oper sehr geschickt - und auch in der Umsetzung durch das Arrangement für die Philharmoniker, das entschlackt ist vom breiten, soßigen Operettenklang. Egon von Wildenhagen ist eine Randfigur, die lediglich Katalysator an zwei Stellen im Stück ist - dies in einem Unterhaltungsstück noch mehr zu vertiefen und zu psychologisieren, hielte ich für unangemessen - sein Part ist dramaturgisch eine Lachfigur, an der sich Julia und Hannchen abarbeiten können, im Gegensatz zu den "echten" Gefühlen, die sie für die beiden Fremden entwickeln. Das kann man natürlich auch ganz ernst machen, aber wie würden dann die beiden Nummern mit ihm noch funktionieren -?
Der "echte" Roderich in seiner jugendlichen Schnodderigkeit ist überaus gut getroffen und durchaus dem Heute entnommen - er ist eben kein Teil der Traumwelt von Julia und bekommt folglich das Hannchen, das es ohnehin vor allem auf das Materielle abgesehen hat.
Die Musik in all ihrer Farbigkeit und ihrem Einfallsreichtum fand ich optimal umgesetzt, sehr schön der Einfall, das Orchester auf der Bühne zu integrieren, so dass man als Zuschauer Teil der Traumwelt von Julia wurde - die Anmerkungen (wie "Weißt Du noch, wie wir das Lied von Eduard Künneke sangen...") weisen wie auch die zahllosen (und hinter Bühne sicher nur mit einer gewissen Artistik zu bewerkstelligenden) Kostümwechsel der Damen darauf hin.
Die Besetzung war grandios gewählt - zwei Opernstimmen für die Damen, zwei Heimspiele für Onkel und Tante mit "unserem" verehrten Karsten Küsters und Eva Gilhofer - und sehr richtig zwei Musicalstimmen für die beiden Fremden: Der eine (Roderich) heutig und unbedarft, wie einer Daily Soap entsprungen, eben wie die Rolle es gebietet, der andere (August) mit Alen Hodzovic so differenziert in der (wie Julia auch) immer deutlich sich selbtsironisierenden Darstellung, stets mit vollem Körpereinsatz, tänzerisch von großer Präsenz und mit so fabelhaft geführter, der Musik immer angemessener Stimme (welcher Operntenor wollte ihm d a s wohl nachmachen?), so dass der "Wandergesell" alles von seinem Nachmittags-Wunschkonzert-Kitsch mit Rudolf-Schock-Schock und René-Kollo-Koller verlor und wieder ganz innig und ehrlich wurde. Ihm und seiner "Julia" ist es zu verdanken, dass die Produktion frisch und fröhlich, aber nie oberflächlich rüberkam - es macht Saß, dem Spaß der Darsteller zuzusehen, den man deutlich merkt und der ansteckt. Großer Jubel im Theater, und dies eben nicht nur vom älteren Publikum - aber eben auch eine wundervolle, runde und in sich stimmige Leistung des Regieteams und der Darsteller, um ein solches Stück fürs Repertoire zu retten und zu bewahren. Vielen, vielen Dank dafür!
Leute, geht bitte hin und amüsiert Euch - und dies auf wirklich sehr hohem Niveau!
Marie k. Fr, 04.03.2011 19:07 Uhr
Hi, ich fand das Stück DNA echt super. leider waren zu viele Schüler dabei, die das Theater nicht so lieben wie ich oder meine Freunde. jedenfalls fand ich die Musik echt super und wollte fragen, wie die Lieder hießen? Liebe Grüße, marie :)
Elke Thielemann Mi, 23.02.2011 12:12 Uhr
Zur A - capella - Gala des Bremer Opernchores
unter Daniel Mayr am 20. 02.2011.
Mit großem Vergnügen erlebten wir die erste A - capella - Gala des Bremer Opernchores unter Daniel Mayr.
Es war ein sehr gutes anspruchsvolles Programm, wunderschön gesungen. Der Chorleiter führte locker und humorvoll durch den Abend. Das ist wirklich wiederholenswert.
Ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten.
Elke Thielemann
Michael L. Mi, 16.02.2011 09:09 Uhr
Zusammen mit meiner opernbegeisterten Freundin war ich nach langer Zeit am letzten Sonntag in die Oper Bremen gegangen, um mir Puccinis Meisterwerk "Madama Butterfly" anzuschauen. Ich kann mich gut daran erinnern, daß diese Oper vor mehr als zehn Jahren im Bremer Theater aufgeführt worden ist.
Die jetztige Bühnenbild erinnerte an das Musical "Cabarett", also ein wenig gewöhnungsbedürftig für eine Oper. Patricia Andress in ihrer Rolle als unglückliche "Madama Butterfly" reißt mit ihrer tollen Stimme das Publikum auf ihrer Seite.
Wir haben den Besuch jedenfalls nicht bereut.
Gruß an das Team vom Bremer Theater.
Michael L.
Rainer Messerschmidt Mi, 09.02.2011 13:01 Uhr
Die Aufführung der Nibelungen hat uns trotz anfänglicher Skepsis begeistert. Trotz der für uns gewöhnungsbedürftigen "ComicArt" glaubte man den Darstellern mit zunehmender Spieldauer, dass sie Menschen mit echten Gefühlen verkörperten. Und nur so -galuben wir- konnten wir die "hehre" Sprache Hebbels ertragen. Geöhnungsbedürftig, aber mit zunehmender Dauer auch körperlich (Im-)Puls gebend und mitziehend der "Totentanz" an Etzels Hof, besonders nachdem uns aufgegangen war, dass der "Heunen"könig selbst uns zu Anfang des Stückes den Inhalt dieser Szene "erklärt" hatte.
Manchmal scheint Herr Mammen betonen zu müssen, dass er doch als "Kritiker" und nicht als "Zuschauer" im Theater sitzt.
Danke für diese Ensemble-Leistung.
Erwin Jürgensen Mi, 02.02.2011 14:02 Uhr
Ihre Nibelungen-Inszenierung ist eine mutige Tat, zu der ich Ihnen herzlich gratuliere. Kein verkopftes Thesentheater, sondern lebendige Bilder-Regie. Jedes Bild eine großartige Satire.
Ihre Interpretation gibt die Pseudohelden der Lächerlichkeit preis und räumt mit der Kraftmeierei auf. Wunderbar befreiend!
Auf der Bühne herrliche Sozial- und Charakterstudien, die die Perversion der Macht widerspiegeln, mit Gelüsten aus Sexualität, Imponiergehabe, Niedertracht und Rachewahn. Das Volk verrennt sich mit unterwürfiger, gaffender, grölender und stampfender Geistlosigkeit in einen dumpfen Konformismus. Vom Ensemble überzeugend herausgespielt.
Folgerichtig, wenn diese hirnrissige Welt am Ende im Chaos untergeht.
Hagen wird zum Bruder Mephistos. Ein aalglatter und fieser Lüstling. Eine großartige schauspielerische Leistung.
Anrührend Kriemhild, wenn sie in Augenblicken der Stille
wahre Trauer zeigt.
Sehr emotional auch König Etzel mit seinen Versöhnungsgesten. Er, der eigentlich Verachtete, zeigt menschliche Größe, wenn er der korrupten Macht entsagt.
Eine Aufführung, die unter die Haut geht.
Herzlichen Dank für großartiges Theater.
Sandra Schneider Mi, 02.02.2011 08:08 Uhr
"Die Nibelungen", wie man sie so noch nicht gesehen hat - explodierende Dialoge und wahnsinnige Darsteller vor minimalistischen Bühnenbild, einfach grandios. Tolle schauspielerische Leistungen. Beeindruckend!
ute.helmers Di, 01.02.2011 12:12 Uhr
Meine Meinung zu "Die Nibelungen" : grauenhaft, Langeweile pur. Die Idee, das Werk als Comic zu inszenieren, finde ich durchaus spannend, aber doch bitte nicht in dieser Breite, eine Stunde knackig komprimiert hätte gereicht. Die Zuschauer haben schnell begriffen, dass Sigfried einen tumben Angeber darstellt, aber muss er sich wirklich in Dick und Doof-Manier xmal den Kopf stoßen, um uns davon zu überzeugen??? .
Die Kostüme hingegen sind super!
Ute Helmers
Carlo Bode Di, 01.02.2011 12:12 Uhr
Zum Besuch der Nibelungen Aufführung am 29.01.11:
Als Theaternovize hätte ich mir keinen besseren Einstieg vorstellen können. Die Intensität der schauspielerischen Leistungen, die Kostüme und die Musik waren schlichtweg mitreißend. Vielen Dank für diesen tollen Abend!
Tchebotarev, Lilija Mo, 31.01.2011 21:09 Uhr
Kritik zu den NIBELUNGEN: Die gespaltenen und auseinandergehenden Meinungen zum Stück machten auch mich neugierig und so machte ich mich auf den Weg, um herauszufinden was die Gemüter so spaltete. Und um es vorweg zu nehmen - ich wurde nicht enttäuscht! Anstatt des üblichen Bühnenbildes und langweiliger Requisite, gab es „nur“ eine Videoleinwand, die gekonnt passende Sequenzen zum Stück lieferte. Hierdurch wurde sehr gut deutlich, wie entbehrlich ein traditionelles Bühnenbild sein und wie gut man Stimmungen nur anhand von Videosequenzen erzeugen kann. Sehr guten Eindruck machten auf mich zudem die Kostüme. Sie erinnerten an eine Mischung aus Alexander Mcqueen, Marilyn Manson und Rocky Horror Picture Show- schon alleine das ist ein Theaterbesuch wert! Etwas vergleichbar originelles und eindrucksvolles sieht man leider eher selten im Theater. Dank und Lob an die Kostümbildner! Auch die Eröffnungsszene des Königs Etzel, der im afrikanischen Gewand & in afrikanischer Sprache dem Publikum von Leid seines Königsreichs erzählte, ist durchweg gelungen. Nach diesen anfänglichen positiven Eindrücken, stellte ich mir die Frage, was soll es da zu kritisieren geben? In den nächsten 2,5 Std. fand ich auch die eine oder andere Antwort darauf. Wie z.B. das nicht endend wollende Geschrei der ansonsten herrlichen siamesischen Zwillinge, ist wirklich nicht jedermanns Sache. Als das Publikum anfing zu klatschen, drängte sich die Frage auf, ob es nur klatsch damit das Zwillingsgeschrei endlich aufhört. An einigen Stellen drohte die überspitze und comighafte Darstellung der Charaktere (insbesondere des Siegfrieds), ins "zu absurde" abzudrifften. Was für mich noch insgesamt im amüsanten Rahmen blieb, dürfte bei manch konservativen Theaterpublikum schon mal auf Unverständnis treffen. An einigen wenigen Stellen erschienen auch die Monologe der Kriemhild einfach zu anstrengend. Dies sind jedoch nur kleine Mängel am Rande. Insgesamt ist die Schauspielerische Leistung, insbesondere von Kriemhild, Brunhilde und Hagen als sehr gelungen zu bezeichnen . Das Ende des Stückes offenbarte sich als echtes Highlight. Anstelle des gewohnten Finales, bei dem die Köpfe im Königreichs Etzels Rollen, erwartete den Zuschauer eine mehr als eindrucksvolle Beschwörungszeremonie in „Lack und Leder“. Das Zusammenspiel grotesker Maskierungen, eines recht individuellen Beschwörungstanzes, lauter elektronischer (?) Musik und entsprechender Videoleinwandprojektion, erzeugte eine fast schon bedrohliche Stimmung - die einen in ihren Bann Zog. An dieser Stelle verließ der eine oder andere (ältere Besucher) den Saal - während ich auf meinen Sitz tanzte! So überraschend ungewöhnlich wie es anfing – endete auch das Stück: anstatt der gewohnt obligatorischen Einzelverneigung, verabschiedeten sich die im Kreis tanzenden Schauspieler mit einer schrillen Tanzeinlage auf der Suffleurmuschel. FAZIT: SEHR SEHENSWERT, nicht nur für junge Theatergänger, sondern auch für den aufgeschlossenen Theaterkenner von Heute!
Gerhard J. Gilbert Mo, 31.01.2011 20:08 Uhr
Ich habe Herrn Hübner in Verdis Requiem in der Glocke erleben dürfen und möchte ihm auf diesem Weg, weil es mir in der Pressekritik fehlte, noch einmal zu seiner Leistung gratulieren und ihm für das Erlebnis danken.
Uwe Taechl So, 30.01.2011 15:03 Uhr
Gestern Abend ging es mal wieder ins Theater. Diesmal ging es in das von Kritikern und Publikum gleichermaßen kontrovers aufgenommene Stück "Die Nibelungen" von Friedrich Hebbel, umgesetzt von Regisseur Herbert Fritsch. Da ich definitiv nicht zum Theaterkritiker aufsteigen will, gebe ich hier nur meine Eindrücke zur Aufführung wieder.
Obwohl oder gerade weil das Stück so kontrovers in der Presse behandelt wurde war das Theater am Goetheplatz so gut wie ausverkauft. Leider saßen wir diesmal nur in der 15. Reihe, was dazu führte, dass vereinzelt Dialoge nur schwer bis gar nicht zu verstehen waren. Entweder leidet die Akustik, dass man direkt unter dem ersten Rang sitzt, oder die Stimmen der Schauspielhausschauspieler reichten nicht, um den großen Raum auszufüllen.
Das Stück begann mit den Auftritt Etzels, sowie eines Übersetzers, die uns gemeinsam stimmgewaltig Etzels Leid näher brachten. Nach dieser eindrucksvollen Einleitung, die mit dem Händeschütteln der ersten Reihe endete, wurde einige Jahre zurück geblendet und die Geschichte rund um Siegfried und die Nibelungen konnte beginnen.
Fritsch verzichtet so gut wie auf alle Requisiten, einzig eine riesige Videoleinwand, auf der Farbspiele wiedergegeben werden, und die Souffleusen-Muschel füllten die ansonsten leere Bühne. Dafür waren dann die Schauspieler in umso mehr leuchtende und ins Auge stechende Kostüme gehüllt. Diese reichten vom roten Plüschmantel Gunthers über den Muskelanzug Siegfrieds bis hin zu hautengen Lackanzügen. Absolut einfalls- und abwechslungsreich.
Damit sind wir dann auch schon bei den Charakteren, die wohl so gut wie jedem aus der Nibelungensaga bekannt sein dürften. Allerdings werden sie bei dieser Aufführung so weit überzeichnet, dass das Ganze eher an Manga-, Comic- und Superheldenfilme erinnert, was wiederum nicht das Schlechteste ist, denn zumindest ich wurde dadurch sehr gut unterhalten, im Gegensatz zu meiner Begleitung. Die Entscheidung, das Stück eher in ein Umfeld zu packen, dass ein jüngeres Publikum anspricht, welches allerdings eher selten ins Theater zu gehen pflegt, schreckt dann wohl auch eher den ein oder anderen Besitzer einer Theater-Jahreskarte ab. Auch bei unserer Aufführung verließen vier ältere Zuschauer das Publikum und etliche andere hielten den Schlussapplaus nicht durch.
Bis zur Pause wurde dann die Geschichte von Siegfrieds Ankunft in Worms bis hin zu seinem Tode erzählt. Diesen Abschnitt empfand ich als äußerst genial. Sogar die minutenlange Schreiszene, bzw. bejubelte Rückkehr Gunthers nach Worms war sehens und hörenswert.
Danach kam die Pause und mit ihr die Vorbereitung auf das Ende. Siegfrieds Beerdigung wurde noch in dem Stil, der das bisherige Stück beherrschte, fortgesetzt, doch der nachfolgende Geschichtssprung samt der Racheaktion Kriemhilds, die zusammen mit Etzel ein laut schreiendes Spektakel inszenierten, dass schließlich in minutenlanger rhythmischer Musik endet, zu der sich die Schauspieler beklatschen ließen. Das Hauptproblem bei dieser Form des Endes besteht wohl in der Lautstärke. Man musste sich zwischen Klatschen und Ohren-zuhalten entscheiden, was wohl bei vielem zu letzterem führte, da das Klatschen auf der Bühne eh nicht gehört werden konnte. Auch die versuchte Aufmunterung die Bremer Zuseher zum mitmachen zu animieren endete relativ kläglich. Nur zwei Fans stürmten die Bühne, was auch daran liegen kann, dass es von den hinteren Reihen keine direkte Verbindung nach vorne gibt. Schade, dass die Schauspieler so selbst um den verdienten Applaus gebracht wurden, denn sehens- und erlebenswert ist dieses Stück auf alle Fälle.
Ich würde mich freuen, wenn ich es mir noch einmal ansehen kann. So muss Theater sein, dass Stücke aus vergangenen Jahrhunderten in die Neuzeit bringt!
Maria-Anna Rose Fr, 28.01.2011 09:09 Uhr
Mit einer Freundin (Wir sind 60 u.70 Jahre alt.) sah ich gestern die Nibelungen.Wir erlebten eine geniale Inszenierung, junge Leute hinter uns fanden sie "einfach nur geil". Sie war lebendig, skurril, voller Ideen und Überraschungen. Vor allem die Spielfreude und Präsenz der Schauspieler riss uns mit. Besser kann man ein altbekanntes Stück nicht umsetzen. Besser kann man junge Leute nicht für das Theatererlebnis gewinnen. Es wurde heftig diskutiert, selbst noch in der Straßenbahn. Lange habe ich so einen inspirierenden Schauspielabend nicht mehr erlebt. Vielen Dank dem Theater Bremen.
dietmar kunze Mi, 26.01.2011 17:05 Uhr
TROTZ gestern in oldenburg: tanz first class! Wunderbar sinnlich, sportlich, rhythmisch, a- und syncron, expressiv und befreiend und einfühlsam sensibel, warm, kalt....ein vergnügen anzusehen und anzuhören. Sporadisch ein hauch von hektik, bach nicht ganz in harmonie. BRAVO TROTZ weniger zuschauer.
Uwe Glaser Fr, 21.01.2011 11:11 Uhr
Die Premier der Oper Mazeppa ist nun leider schon über fast drei Monate her., aber trotz dem hat sie mir sehr gut gefallen, denn es war ein sehr gute Gesamtleistung.
damit meine ich Dirigat, Inzenierung und gesamte Sängeriege. Ei lang anhaltenes Bravi war die Quittung.
Jörg Buchhorn Di, 18.01.2011 16:04 Uhr
Ich habe am vergangenen Donnerstag die Aufführung "Der Vetter aus Dingsda" besucht. Gelockt war ich von den Presseberichten und der Vorstellung der Inszenierung in der Matinee. Ich bin einer Täuschung aufgesessen.
Wo wurde entstaubt?
Das Bühnenbild ist die Klamotte überhaupt, ein Sammelsurium von Materialien aus der Sperrmüllabfuhr. Das Parket aus einer DDR-Amtsstube, der Bühnenverschlag aus Industriebedachung, das Wohnzimmer dieses wohlhabenden Hauses als Abbruchszenarium - ich habe es nicht begriffen. Der dreifache Vorhang ist nicht logisch. Zudem ist das Bühnenbild nur von den guten Mittelplätzen aus voll einsehbar.
Die Inszenierung schafft nie den Schwung eines Baumanns.
Eva Gilhofer und Karsten Küsters sind tatsächlich eine Idealbesetzung, aber leiden unter seltsamen Handlungslängen.
Julia ist klasse - befremdlich nur, dass sie mit ihren Pflegeeltern so gar keinen Konflikt zu haben scheint; sie hat sich völlig in Ihre Musik-Traumwelt verloren und muss auch nicht erwachsen werden, sie bekommt ihren Hampelmann.
Egon von Wildenhagen zeigt überhaupt nicht, dass er seit Kindesbeinen in Julia verliebt ist, er muss nur den Tölpel darstellen.
Das bis dahin so clevere Hannchen erweist sich doch als schwärmerisches Blödchen, das sofort auf den Angebertypen Elvis Roderich hereinfällt, nur weil der schon ein wenig Moonwalk geübt hat. Roderich ein gemachter Mann? Wahrscheinlich ist er im Latex-Geschäft. Nichts von dem möglichen Zauber einer Liebe auf den ersten Blick.
Die größte Enttäuschung aber ist die Musik - besser: ihre Interpretation.
War in der Matinee mit leuchtenden Augen und bebender Stimme als Wiederentdeckung der einzigen Wahrheit eine Schellack-Platte vorgeführt worden mit der Besetzung eines 20ger-Jahre-Tanzorchesters mit einem herrlich jazzigen Klavier und einem beneidenswert selbstbewussten "lässigen" Sänger des Wandergesellen, so war in der Aufführung die Ariola-Platte meiner Eltern zu hören. Hier swingte nichts und nicht einmal ein Schieber schob. Nach allen Erläuterungen zu der Musik Künnekes, wie man wieder zurecht rücken wolle, was von der Nazi-Kultur und dem Harmoniebedürfnis der Nachkriegsjahre so verbogen worden sei, fühle ich mich veralbert.
Das durchschnittlich siebzig Jahre alte Publikum war aber begeistert, die Hits wurden mitgesungen. Viel Aufregendes kann also an der Inszenierung nicht dran gewesen sein.
Ach wie schade.
Bettina Grotjahn Fr, 31.12.2010 21:09 Uhr
Habe am 30.12. "Einsame Menschen" gesehen. Was für eine hervorragende Vorstellung. Vielen Dank an die SchauspielerInnen für den sehr gelungenen Theaterabend. Hoffe, dass die nächsten Aufführungen besser besucht sind. Das Stück hat ein volles Haus verdient!
Hannes Rotter Do, 16.12.2010 21:09 Uhr
welch wundebare gelungene Aufführung von Hänsel und Gretel heute abend! War nun schon zum dritten mal da und finde euch jedesmal besser. gerade die einstiegsszene ist so gelungen, dass man gar nicht mehr aufhören möchte! respekt und glückwunsch an die heutige besetzung, ein toller hänsel!
hr
Rainer jacob Di, 14.12.2010 23:11 Uhr
Ich war gerade in "Was ihr wollt" und bin das erste mal im Theater zur Pause gegangen. Glücklicher Shakespeare, dass er schon tot ist. Beim Betrachten der Inszenierung wäre er gestorben.
Stefan Raab im Fernsehen ist mehr Kultur, obwohl ich mir den auch kein zweites mal ansehen würde.
yannick Di, 30.11.2010 20:08 Uhr
Ich habe mir heute das Stück Ronja Räubertochter angesehen,Ich fand es sehr gut!! :) Yannick 12 Jahre Schule am Goldbach Langwedel
Frauke Dierke So, 28.11.2010 13:01 Uhr
Am 27.11.2010 sahen und hörten wir den "Rosenkavalier" in Bremen. Sängerisch war es eine wundervolle Aufführung. Die Inszenierung war samt und sonders für uns die reine Katastrophe. Es wimmelte nur so von peinlichen Szenen und Darstellungen. Größtenteils paßte einmal wieder nichts zusammen. Die anmutige Geschichte wurde buchstäblich zerstört. Wieder bin Ich bei dem modernen Regietheater um eine Hoffnung ärmer !! und frage mich immer, warum kann man den "Rosenkavalier" nicht so inszenieren , wie er einmal von Hoffmannsthal und Strauß auf die Bühne gebracht worden ist.
Ich glaube nicht, daß junge Menschen diesen "Rosenkavalier" verstehen. Da gehen sie lieber ins Kino zu Harry Potter.
Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger und Frauke Dierke.
Nina Mo, 15.11.2010 23:11 Uhr
Das Stück DNA ist einfach großartig! Sehr, sehr schade ist es nur, dass sich die Schulklassen, die ja sehr stark in diesen Aufführungen vertreten sind, augenscheinlich überhaupt nicht benehmen können. Ich habe jetzt schon viele Stücke gesehen, in denen viele Klassen dabei waren, aber heute war es einfach furchtbar. Ständig wurde kommentiert, geraschelt, laut gelacht, aufgestanden und sonst etwas. Sehr schade, dass die Lehrer hier offensichtlich so gar nicht bemüht zu sein scheinen, sich und ihre Schule nicht in der Öffentlichkeit zu blamieren und Leuten, die "viel" Geld für ihre Karten gezahlt haben, nicht den Abend zu verderben.
Almut Mo, 08.11.2010 20:08 Uhr
Ganz begeistert von der Inszenierung und den Stimmen gingen meine Kinder 12 und 16 Jahre alt und ich aus der Aufführung der Zauberflöte. Bühnenbilder, Lichstimmungen und das fein abgestimmte Zusammenspiel heiterer und mystischer Darstellung hat uns sehr berührt!
Hervorrargend!
Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!
Lilli Do, 28.10.2010 00:12 Uhr
Ganz große Bühne war das heute abend. Ich bin einfach nur begeistert.
Hanne Rotter Di, 26.10.2010 12:12 Uhr
Die Einführungs-Matineen zu den Opernpremieren sind sehr gut besucht; oft werden noch aus allen Ecken Stühle geholt, damit die Besucher sitzen können. Manch ein Opernfan verpaßt den Termin oder ist verhindert. Mein Vorschlag: Das Opern-Team nimmt die Veranstaltung auf Tonträger auf und bietet die CD bei den Aufführungen an. Auch wenn man sich die Aufnahme erst hinterher anhört, ist das ein Gewinn.
Viel Erfolg weiterhin, Ihre Opernfreundin H. Rotter
sonja Fr, 08.10.2010 12:12 Uhr
habe gestern zum 2ten mal die räuber gesehen und fand es echt super. irgendwie besser als das erste mal =))
dankeschön für diesen schönen abend
Rebecca Thiele Sa, 11.09.2010 13:01 Uhr
Ich war gestern in dem Theatrstück DNA.
Es ist wirklich sehr sehr gut!
Und die Musik in dem Theaterstück finde ich auch sehr sehr gut!
Viele grüße, Rebecca.
Gustav Klippert Do, 09.09.2010 11:11 Uhr
SgDuH,
Competizione dell Opera am 08.09. war wieder eine sehr gelungene Aufführung - nur wieso nicht ausverkauft? Als ich im Juni Karten vorbestellen wollte, kannte man beim WK die Aufführung garnicht, die Theaterkasse konnte nicht helfen. In der Presse sah ich keine Hinweise auf die 2 Auftritte, keine Werbung! Mehrere Bekannte, auf die Aufführungen hingewiesen, waren überrascht von d. Konzept und vermissten ihrerseits entspr. Reklame. Diese hochklassigen Aufführungen haben mehr Interesse des Publikums verdient - wo bleibt die entspr. Werbung ??
Frdl.Grüße - G.Klippert
Brigitte Lück Mo, 30.08.2010 13:01 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
auf dem Viertelfest stellten sich am Nachmittag auch einige TeilnehnerInnen des Opernwettbewerbs vor. Angekündigt wurden von einer Moderatoren sprachlich nur "Sänger" Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Jahr 2010 im Theater tatsächlich immer noch die rein männliche Sprache dominiert, zumal sich wahrscheinlich mehr Sängerinnen als Sänger beworben haben!!!
MfG
Brigitte Lück
Uwe Glaser Fr, 06.08.2010 16:04 Uhr
Hallo
Für Theater die mit weniger Geld auskommen müssen begückwünsche ich Sie zu der neuen Spielplanvorschaus Sehr gut gemacht die vielen Farfotos einfach Super
Arne Emigholz Fr, 25.06.2010 19:07 Uhr
Liebe Theaterleitung, liebe Theatermitarbeiter, liebe Theater-, besser Opernfreunde,
"Turandot", auf der Seebühne, ein enorm klangwuchtiges, und auch sehr schönes Opernerlebnis, absolut sehens- und hörenswert !!! SUPER !!! Und obwohl es keine völlige szenische Aufführung ist, wie in einem geschlossenen Opernhaus, ist es doch weitaus gelungener als die letzte, hauseigene Inszenierung vor wenigen Jahren. Mit den Lichteffekten, der Silhouette zum Hafen hin mit seinen stimmungsvollen Bildern und Lichtern dazu, mit den Regieeinfällen der Drachenboote, der durch den Kran über dem Hafenbecken freischwebend jeweils herbei geführten Utensilien, oder Personen, insbesondere auch des am Seidenband hängenden Artisten, des Löwentanzes und der Requisiten auf der Bühne, tolles Sängerensemble, schöne Stimmen, vor allem Frau Andress als Liù, fantastisch singender enorm großer Chor, leider sieht man ihn im Theater nie so zahlreich bei "Volksszenen", schöner voller Orchesteklang, - Alles zusammen ein Toller Abend und Genuss - herrlicher Ausklang der Opernsaison !!! DANKE, das Bremer Theater kann doch sehr viel Schönes bieten.
PS: Schade nur, dass nach 14 Abenden das Erlebnis am Wasser bei der Waterfront vorbei ist, man sollte vielleicht überlegen, wenn man schon dieses Alles aufbaut für die Opernaufführungen, ob anschließend nicht noch andere Veranstalter dort Open-Air Aufführungen wie Konzerte (Rock,Pop,Jazz, Akrobatik, etc...) als Sommersaison aufführen könnten, eben auch für ein anderes als ein opernbegeistertes Publikum ....
B. Maier Sa, 12.06.2010 21:09 Uhr
Liebe Theaterleitung,
es muss hier mal gesagt werden: Werbung in allen Ehren, aber wir Zuschauer sind nicht blöd. Wer ist denn auf die ausgefallene Idee gekommen, Turandot mit Bildern von vorigen Aufführungen (Aida) und Musik aus der Konserve zu bewerben? Das Bremer Theater hat da doch wirklich eigenes zu bieten. Sehr fade und damit will man Zuschauer erreichen?
Bleibt zu hoffen, dass sich das in Zukunft ändert.
Mit freundlichen Grüßen, B. Maier
Jörg Dissmann Di, 08.06.2010 11:11 Uhr
Lesung, Engel in Amerika...
Es war meine erste Teilnahme an einer Lesung und es wird nach diesem Abend auch sicher nicht die Letzte sein!!! Es war nicht nur das Thema bzw die Geschichte , die mich so beeindruckt hat, nein , die Fähigkeit der Akteure mich so zu berühren, zum lachen ...und ich gebe es zu ...fast auch zum weinen zu bringen ...das war es.
Hatte was eher oberflächliches erwartet und fand mich plötzlich mittendrin....Es ist etwas ganz besonderes fremde Menschen so in seinen Bann ziehen zu können....Klasse!!! Möchte mich jetzt nochmal dafür bedanken und meine Bewunderung und meinen Respekt für diese Leistung kundtun....Der Applaus reicht da nicht aus .. Verliert diese Gabe nicht !!
Einen Gruss aus dem Münsterland
ralph Fr, 04.06.2010 22:10 Uhr
Eine bunte Melange aus geistiger und weltlicher Spähre.
Noch einmal kommt der Spirit von Michael Jackson zur Geltung:
I'm starting with the man in the mirror
I'm asking him to change his way
And no message could have been any clearer
if you wanna make the world a better place
take a look at yourself, and make a change.
Selten habe ich ein so ergreifendes Bühnenstück erleben dürfen. Meinen Glückwunsch an die Akteure und den Dramaturgen und natürlich Serge Weber...Danke.
Gerne würde ich mir dieses Theaterstück ein zweites Mal anschauen.
Ps. Gruß an Engel Susi und Gabi bleibt so wie Ihr seid.
Jana Do, 20.05.2010 15:03 Uhr
Dangerous! Was für eine Frechheit. Nicht nur langweilig, auch noch schlecht. Ansonsten mein großes Lob für die Gehetzten, Eugen Onegin und La dolce Vita! Wunderbare, geistreiche Inszenierungen die mir einen schönen Abend beschert haben. Aber trotzdem nochmal...armer Michael!
Hauck Sa, 01.05.2010 07:07 Uhr
hallo zusammen,
erst einmal herzlichen glueckwunsch zum theaterstueck dangerous, deren schauspiel ich gestern
beiwohnen durfte. ich habe es sehr genossen. danke.
Evmarie Do, 29.04.2010 13:01 Uhr
Habt ihr denn vor gar nix mehr Respekt?Dangerous!!
Michael im Himmel..moonwalkend..Geschreie der Engel..
und was weiß ich nicht noch alles.
Geschmacklos ist noch harmlos.
Laß ihm wenigstens im Tod seine Ruhe.
Its a shame!!
Elke Thielemann Mi, 28.04.2010 16:04 Uhr
Mittwoch, 28.04.10
Opernuraufführung " Die Gehetzten"
Es paßte alles, die Musik, die guten Sänger, der hervorragende Chor und die tollen Bühneneffekte.
Es war ein Vergnügen diese kurzweilige, pfiffige Opern-Collage zu hören, zu sehen und zu genießen.
Ein großes Dankeschön.
Walter Schimmler So, 18.04.2010 16:04 Uhr
Sehr verehrte Damen,
sehr geehrte Herren,
Ich möchte anregen, die ungefähre Dauer einer Aufführung im Spielplan auf dem homepage mit zu veröffentlichen. Wenn man zum Beispiel hinterher noch einen Tisch reservieren will, wäre das von großem Vorteil.
Vielen Dank. W. Schimmler
t.h. Fr, 09.04.2010 12:12 Uhr
Das Kulturticket machte einen wundervollen Opernabend (Norma) möglich - vielen Dank dafür!
Ingrid Brauckhoff Do, 08.04.2010 17:05 Uhr
Vielen Dank für einen unterhaltsamen Abend mit der "Fledermaus"Ein besonderer Applaus gilt auch den Bühnenbildnern, die durch ideenreiche ,wirkungsvolle und verblüffende Bilder den Abend unvergesslich machten.
I.Brauckhoff
Jürgen Alberts Fr, 02.04.2010 21:09 Uhr
Was für eine sensationell gute Inszenierung der "Norma" - alle Sänger und Sängerinnen verdienen großes Lob, insbesondere Frau Hogan - sie hat uns zu Tränen gerührt. Danke für diesen Abend.
Marita und Jürgen Alberts
Erwin Jürgensen Do, 25.03.2010 09:09 Uhr
„Die Gehetzten“ – ein Theaterereignis
Ich halte die Uraufführung der Oper „Die Gehetzten“ für ein großes Theaterereignis. Satirisch und makaber und mit zynischem Gelächter auf der Suche nach Wahrheit. Eine Möglichkeit zur Ausweitung unserer Seh-, Hör- und Denkgewohnheiten!
Da wird der Blinde zum Sehenden, der uns die Wirklichkeit unserer Welt zeigt, auf die wir unseren Blick mit Illusionen und Lügen verstellt haben.
Gleich zu Anfang die Beziehungskrise eines jungen Paares vor Blümchentapete und Gebirgsidyll. In der Sofaecke das rote Herzkissen der falschen Gefühle. Treffliche Bilder!
Dann geht es Schlag auf Schlag. Wir im Sumpf der Schlagzeilen, die das Papier nicht wert sind, auf die sie gedruckt sind. Gut fürs Feuer, in dem wir unsere Zeitungen verbrennen, ohne dass Wärme davon ausgeht. Auch nicht von der Anbetung des Internets, das als Göttin in Weiß einherschreitet und die Blicke der Gaffer auf sich zieht, bis sie sich in ihrem Netz verfangen. Eindrucksvoll.
Grandios die Prozession der schwankenden Altvorderen. Marktfrauen und Händler aus der Zeit der Butzenscheiben, napoleonische Soldaten und ostasiatische Krieger aus dem Buch der Geschichte. Der wiederkehrende blinde Bettler reißt sie aus ihrer Verankerung, um sie einem Experiment auszusetzen. Dem Experiment, dass vielleicht ein Zurück in die Geschichte die Lösung unserer Probleme sein könnte. Doch es scheitert kläglich. Denn die Auferstehung der vermeintlich guten alten Zeit belebt erneut das Gemetzel der Vergangenheit, in dem sich Einzelne und ganze Völker und Kulturen gegenseitig umgebracht haben. Die Marktfrau, die sich damals erhängte, legt sich erneut den Strick um den Hals, während der eindringliche Gesang die Menschheit mahnt, dass es ein Zurück nicht geben kann.
Bleibt die Wissenschaft: Versuche an Menschen im Eislabor, das von einer sensationslüsternen Reportermeute belagert wird. Wie makaber und wie wahr!
Wir sind die Gehetzten. Gehetzt von unseren Aggressionen, unseren Geschäften und unserer Medienbesessenheit. Am Ende bedrängt von unseren Ängsten, wenn das Ballett der Skelette uns umtänzelt und die Toten uns heimsuchen, die in der Nacht des jüngsten Gerichts aus ihren Gräbern auferstehen. Großartig.
Während eine einlullende Psycho-Stimme uns die Sinnhaftigkeit des Lebens einreden will und während der Chor noch seine Choräle zelebriert, wird die Welt schon abgebaut. Die Musik spielt so lange, bis das Schiff, auf dem wir schwankend unterwegs sind, in dem Chaos versinkt, das wir selbst anrichten.
Am Ende bleiben wir mit dem schwarzen Loch der leeren Bühne allein. Wohlwissend, was alles nicht getragen hat, und vielleicht mit dem Mut, in Zukunft Besseres zu gestalten. Eindringliches Theater!
Die Musik holt uns dort ab, wo unser Ohr ist. Mit Anklängen an Mozart, Mahler und Strauss, nicht ohne einen Abstecher zum Broadway zu machen. Eine scheinbar vertraute Tonsprache, die das hohle Pathos der großen Oper karikiert, bevor die Blechinstrumente schriller werden. Denn wie anders wäre das Chaos unserer Welt musikalisch auszudrücken.
Allen Beteiligten, dem Autor und Komponisten Bernd Redmann, dem Regisseur Kay Kuntze und seinem Team und dem Dirigenten Tarmo Vaask mit seinen Musikern und Sängern, gebührt Anerkennung und Dank. Für ein Theaterereignis, das lange in Erinnerung bleiben wird!
Erwin Jürgensen
E.Brand Sa, 13.03.2010 23:11 Uhr
habe gestern "die Räuber" gesehen/gehört. Ist das die Vorlage
für sogenannte Killerspiele? Protest muß doch nicht mit
Maschinengewehrsalven dargestellt werden. Die Texte soweit
ich sie verstehen konnte sind OK.
Anna Dorothea Brockmann Mi, 10.03.2010 10:10 Uhr
Wir sind beindruck und begeistert von der Inscenierung on
DON GIOVANNI... Die Konzentratione des Bühnenbildes ist
grandios und die "Übersetzung" der Figuren macht ihre Vielschichtigkeit fassbarer und greller... das tut dem ganzen Thema gut, wenn man zudem bedenkt, dass die Arien ja auch als "Gassenhauer" kusierten und kursieren. Ich bin kein Opernfan, aber dieser Abend war ein besonderes Vergnügen.... mit den wunderbarn Stimmen dazu.
Mit Dank an Ensemble und die Regie
Anna Dorothea BrockmANN
Hanns Christian Müller Di, 02.03.2010 14:02 Uhr
ich wollte auf eurer homepage nur die theater-postadresse finden,
das ist ziemlich mühsam.
gruß hcm
Elke Thielemann Mi, 24.02.2010 13:01 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
dem Schauspielensemble, dem Regisseur Patrick Steckel und
allen Mitwirkenden ein großes "Dankeschön" für diesen
großartigen und nachhaltigen Theaterabend.
Eine spannende, ungewöhnliche und sprachlich sehr gute
Aufführung.
Schade, diese Inszenierung hätte immer ein ausverkauftes Haus verdient gehabt.
Für mich bis jetzt "der" Theaterabend dieser Saison.
Mit freundliche Grüßen
Elke Thielemann
Wilhardi Holscher Mo, 22.02.2010 21:09 Uhr
„Macbeth“ – Goethe-Theater, 21. Februar 2010, 18.00 Uhr
Als eher konservativer und gegenüber dem Bremer Theater mit gewissem Vorurteil behafteter Zuschauer gebe ich gerne zu: Diese Aufführung hat mich beeindruckt!.
„Macbeth“ ist eines meiner Lieblingsdramen, mehrfach habe ich das Stück auf namhaften norddeutschen Bühnen gesehen, aber diese Inszenierung hat mich besonders berührt:
Die hervorragende Besetzung aller Rollen. Schauspielkunst, die unter die Haut geht. Das Bühnenbild ist geradezu in genialer Weise wandlungsfähig und abstrakt, bringt dennoch den jeweiligen Handlungsort genau auf den Punkt.
Geschickt schlägt die Inszenierung von der ersten bis zur letzten Szene einen Handlungsbogen, der die Kernaussage versinnbildlicht: Gern schnitzt sich der Mensch sein eigenes Königreich oder bastelt an seiner Krone. Und schneidet er sich dabei ins eigene Fleisch, dann schiebt er gern die Schuld auf andere, auf die Umstände, gar auf finstere Mächte, obwohl nur er selbst für sein Tun und Handeln verantwortlich ist.
Im Internet sprach eine lokale Kritikergröße von „schwer verständlichen Texten“ oder gar von „Pappkameraden“. Das halte ich nur für absolut abwegig. Bedauerlich nur, wenn durch solch Geschwätz auch nur ein Zuschauer vom Besuch dieses Stückes abgehalten worden wäre.
Schade auch, dass der eine oder andere die Vorstellung schon zur Pause verließ und dem Ensemble den wohlverdienten Applaus vorenthielt. Auch der konservativste Bildungsbürger sollte dem Theater ein Mindestmaß an künstlerischer Freiheit zugestehen, Papprüstung hin oder her!
Diese Vorstellung hat meinen Appetit auf mehr Bremer Theater geweckt und ich wage zu mutmaßen, dass Shakespeare auch ganz zufrieden gewesen wäre.
Herzliche Grüße,
Ihr Wilhardi Holscher, Stuhr
Marion Welle Do, 18.02.2010 13:01 Uhr
Eine Wunderschöne Seit .... mein Kompliment !
Gruß
Marion
Frank Andreas Runge So, 07.02.2010 20:08 Uhr
Ich bin nicht beeindruckt von dem einfallslosen Spielplan dieser Saison, Wagner fehlt!!!
Mfg
Frank Andreas Runge
Erwin Jürgensen Mi, 27.01.2010 12:12 Uhr
An das Regie-Team der Inszenierung „Eugen Onegin“
Bremer Theater
Sehr geehrtes Regie-Team der Inszenierung „Eugen Onegin“!
Herzliche Glückwünsche zu Ihrer Inszenierung der Oper „Eugen Onegin“.
Ich schreibe Ihnen in der Überzeugung, dass Ihnen ein gültiges Beispiel des modernen Regietheaters im Bereich der Oper gelungen ist. Nicht so einfach mit einem Publikum, das zu großen Teilen immer noch an traditionellen Sehgewohnheiten festhalten will und oft nachdrücklich werkimmanente Inszenierungen einklagt, die meines Erachtens den Tod des Musiktheaters zur Folge haben würden.
Sie haben den Onegin auf überraschende Weise „entstaubt“ und für moderne Ohren und Augen taufrisch erschlossen und erlebbar gemacht. Kein Theater aus dem Opernmuseum, sondern mit Aussagen, die uns heute etwas angehen.
Gleich zu Anfang dieses gelungene Bild, in dem einerseits „gestrige Menschen“ nicht nur Beeren, sondern soziale Verhältnisse konservieren wollen, und andererseits die jungen Frauen Olga und Tatjana von ihrer eigenen Emanzipation träumen.
Widersprüchliche Bilder, die zum Nachdenken anregen. Gekonnt!
Großartig der Chor der Landleute, die nicht Lobeshymnen auf ihre Herrschaft singen, sondern ihren Freiheitsanspruch anmelden. Flugblätter und die roten Nelken der sozialen und demokratischen Bewegung in den Händen.
Wenn Tatjanas Freiheitsträume zerrinnen, fallen die roten Blüten zerrupft zu Boden.
Einleuchtende Bildersprache. Nicht aufgesetzt und in den Text und die Musik hineininterpretiert, sondern einfühlsam aus beidem herausgelesen.
Tschaikowsky wird sich im Grabe verstanden gefühlt und gefreut haben.
Die Weckgläser erhalten Symbolcharakter und bleiben leitmotivisch über die folgenden Szenen sichtbar. Stimmig!
Überhaupt das Spiel mit Symbolen und die Handlung auf zwei Ebenen!
Großartig die berühmte Briefszene. Vordergründig die schlaflose Nacht der Tatjana. Hintergründig ihre Albträume.
Wilde Tiere als Bedrohung und ein im Standbild der Braut antizipiertes Liebesglück, das nicht einmal im Traum Bestand hat. Die Braut wird von Tatjanas eigenen Pfeilen getroffen. Das Glück ist schon dahin, bevor der Versuch begonnen hat, es zu erringen. Großartig!
Im Programmheft sprechen Sie von der Hauptperson der Zeit.
Tatjana emanzipiert sich, während der ursprüngliche Hoffnungsträger Onegin ins Althergebrachte zurückkehren möchte. Der Anspruch des Mannes auf die begehrte Frau – Gott sei Dank vorbei!
Noch einmal das Spiel auf zwei Ebenen: Auch in der Lenski-Szene vor dem Duell die Darstellung der inneren Bilder. Lenski sieht vor seinem inneren Auge die dreifache Olga, die er geliebt hat. Olga als kleines Kind, als Teenager und als junge Frau. Indem alle drei Olgas in der Imagination auftreten, beleben sie die Bühne, die ansonsten in der handlungsarmen Oper leer wäre.
Ihrer Regie ist es gelungen, das innere Geschehen ins Bild zu setzen und dadurch das Publikum zu fesseln. Überzeugend.
Vollends gepackt hat mich die berühmte Polonaise, die von den Bremer Philharmonikern unter der differenzierten Leitung von Daniel Montané hinreißend gespielt wird.
Keine affirmative Huldigungsmusik, sondern spannende Begleitung eines Mummenschanzes. Aufgepasst Leute, in der Gesellschaft lauern überall Gefahren einer Fehlentwicklung. Militärisches Machtgebaren, aus dem neues Unheil mit Tod und Elend kommen kann.
Einerseits Krieg und andererseits die Rotkreuzsammlung für die Opfer. Beides von derselben Gesellschaft veranstaltet und zu verantworten.
Bilder, die sich einprägen.
Schade, dass Teile der ortsansässigen Presse diese Inszenierung niedergeschrieben haben.
Ich wende mich an Sie nicht zuletzt in der Absicht, diese journalistischen Fehlleistungen nicht unwidersprochen zu lassen.
Ich wünsche mir eine Presse, die mithilft, die Sehgewohnheiten des konservativen Publikums auszuweiten, um dazu beizutragen, dass wir Opern mit einer gültigen Aussage für uns Heutige sehen. Um Gottes Willen kein Zurück zu Opas „Plüschtheater“!
Ich habe übrigens die Aufführung mit der Doppelbesetzung Spieler/Sänger in der Rolle des Onegin gesehen. Beide großartig, George Stevens und Juan Orozco!
Große Freude im Ensemble auf der Bühne mit gegenseitigen Glückwünschen und Jubel im Publikum.
Ich habe zu den Beglückten gehört.
Vielen Dank von Ihrem begeisterten Zuschauer
Erwin Jürgensen
Niels Haase Mi, 30.12.2009 21:09 Uhr
Geehrte Damen und Herren,
muß unbedingt etwas zu " Blühende Landschaften" loswerden:
Da blüht keine Landschaft, da blüht nur dieses: totale Sinnlosigkeit, Weltfremdheit, Entrücktheit, komplette Realitätsabkoppelung und Verachtung des Theaterbesuchers. Ich fühlte mich maltraitiert und gelangweilt von der sich endlos ziehenden vollständigen Sinn - Abwesenheit. Einmal heißt es in dem Stück " ich verlasse jetzt vorzeitig dieses Irrenhaus ". Genau das
hätte ich auch gern getan, ging aber nicht, gab keine Pause ( sic )! Wenn Herr Gieselmann zu diesem höchstinteressanten und viele Aspekte ins Fließen bringende Thema nichts sagen will oder kann, dann möge er es bitte lassen und nicht anderer Menschen Geist zumüllen. Eines hat das Stück bewirkt. In meinem Notizbuch, auf der bisher leeren Seite " Nie nie wieder "
stehen nun zwei Namen: David Gieselmann. Und als dringenst und vital indizierter Akt zu seelischer Hygiene und Selbstschutz kann ich das Schauspielhaus Bremen frühestens 2011
wieder betreten.
Mit ( arg getrübt ) freundlichen Grüssen
Niels Haase
M. Heinrich Mi, 30.12.2009 14:02 Uhr
Guten Tag,
ich brauche eine Karte für die Silvestervorstellung "Der Gott des Gemetzels"!!! Wer eine Karte abzugeben hat, bitte per E-Mail (manjaheinrich (ät) hotmail.com) melden!
Danke im Voraus,
M. Heinrich
Manfred Sa, 19.12.2009 22:10 Uhr
Schön das ihr noch da seit. Sind einige Fehler auf Eurer Site, solltet das vielleicht selbst machen und nicht teuer in Auftrag geben, naja, viel Glück noch...
Thorsten Di, 15.12.2009 19:07 Uhr
Es war einfach nur Hammer mega Geil!!
Ich liebe euch
Thorsten
B.Walter So, 06.12.2009 13:01 Uhr
Hallo,
wir kommen gerade restlos begeistert mit unseren Enkeln (7 und 9 Jahre) von der PinocchioVorstellung zurück. Es gab ja auch einige fetzige Songs darin. Ich schlage hiermit vor, dass Sie die Lieder als mp3 Version ins Netzt stellen, damit die Kids länger etwas davon haben.
Mit freundlichem Gruß
Birgit Walter
Arne Emigholz Mi, 18.11.2009 17:05 Uhr
Zum Zemlinsky-Abend ( 2 Einaktige Opern)
Liebe Theaterfreunde und -macher,
das ist ein für Bremen und die Bremer Oper absolut spektakulärer Opernabend geworden, Gratulation dazu !!!
Sicher, es handelt sich dabei um die beiden bekanntesten Einakter von Zemlinsky, die hier noch nie zuvor aufgeführt worden sind und die kaum in unseren Breitengraden bekannt sind, und es sind sicherlich Aufführungen nur für langjährige Theaterbesucher, absolute Opernfreunde, Stammabonnenten, die gerne auch einmal andere, seltenere Werke erleben möchten, aber die Inszenierungen, die Kostüme und Bühnenbilder, die gleich dadurch schon verdeutlichen, dass es sich um eine andere Zeit, eine mythisch anmutende, andere Welt handelt, in der alles spielt, sind fantastisch gelungen, großartig und auch farbenprächtig, es wird wieder was in Bremen geboten! Nach "Norma" nun dieses, ergo ein spektakulärer Auftakt, der neugierig auf die nächsten Premieren macht, und an der nahen Konkurrenz (Hamburgische Staatsoper) waren vor 15 Jahren diese beiden Werke nicht besser gegeben worden !!!
Sabine Citre Mi, 18.11.2009 17:05 Uhr
Onegin.
Ich versteh weder die Kritiker (So viel Buh war lange nicht/ kräftiges Buhgewitter / Regie ist unausgegoren und platt / Onegin in Bremen hingerichtet und dergl., ) noch das Bremer Premieren BUH-Publikum . Es war kein Grund für solche Äußerungen vorhanden . Die Inszenierung war in sich schlüssig und hervorragend gespielt / gesungen. Wenn man natürlich mit vorgefasstem Wunsch nach ‚schönen Ballszenen‘ pp. dort sitzt und nicht bereit ist sich auf neue Sichtweisen einzulassen mag man enttäuscht gewesen sein. Am Dienstag bei der 2. Aufführung war das Publikum jedenfalls zu Recht durchweg begeistert was sich im starkem Beifall äußerte. Und dies ohne Buhs. Dem Ensemble sah man die Erleichterung hierüber an. Einzig zu bemängeln war die völlige Fehlbesetzung der ‚Mutter‘ . Zu jung für die Rolle und stimmlich schwach. Insgesamt ein toller Opernabend. Wir haben uns sehr gut unterhalten gefühlt !
Matthias Weinert Di, 10.11.2009 16:04 Uhr
Zum Brauhauskeller:
Etwas freundlicher wurde der Treppenabgang zum Keller schon, nur der Rechtschreibfehler in dem ersten Wandzitat ist etwas peinlich! Es soll wohl dort richtig heißen:"Heimat, das ist ...". Ärgerlich ist jedoch, dass beim Umbau der zweite Handlauf der Treppe nicht installiert wurde, der aber wegen der Steilheit und der Wendlung dringend nötig wäre. Sanitäreinrichtungen sind nach wie vor nicht vorhanden, was nicht sehr kundenfreundlich ist.
Vielleicht läßt sich auch die Dachrinne zur Bleicherstrasse reinigen, damit das Regenwasser nicht wasserfallartig am Gebäude herunterläuft und das Mauerwerk durchnäßt.
Sacherhaltung ist Werterhaltung!
Herzlich
Weinert
Rolf Siemon Di, 10.11.2009 05:05 Uhr
Liebe Newsletter-Redaktion,
Ein dickes Lob.
Ihr macht wirklich den besten Newsletter. den ich kenne.
Weiter so!!!
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Siemon
Dietlinde Rusch So, 08.11.2009 00:12 Uhr
Liebe Mitarbeiter des Theater Bremen,
ich bin jede Spielzeit aufs Neue begeistert von der Vielfalt der Inszenierungen und den außerordentlich gelungenen (Gesangs-)Darbietungen! Besonders gefällt mir die Oper Nabucco, deren gefühlvolle und mitreißende Melodien mich immer wieder faszinieren und beeindrucken. Ich würde mich riesig freuen, wenn Nabucco nächste Spielzeit noch einmal wiederaufgenommen würde. Ein großes Lob an das Team, das diese Oper zu einem einzigartigen Erlebnis macht und an das Theater, durch das ich ein richtiger Opern-Fan geworden bin!!!
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